DER FUNKE SPRANG ÜBER

Eine in die Jahre gekommene Wohngemeinschaft, schlummernde Talente, gute Absichten und haarige Trophäen: Das sind die Zutaten der Gaunerkomödie «Pelz-Gäng», mit welcher der Theaterverein Grengiola am Ostermontag Premiere feierte.

 

Traditionsgemäss wird in Grengiols seit Jahrzehnten am Ostermontag Theaterpremiere gefeiert. Mit „Pelz-Gäng“ des englischen Autors Peter Coke kehrt der TV Grengiola nach einem Ausflug ins Drama zurück zur reinen Komödie, genauer gesagt zur Gaunerkomödie.

 

Zum Stück

Béatrice Vondach beherbergt in ihrem Haus, das auch schon bessere Zeiten gesehen hat, eine bunte Schar eigenartiger Mieter. Durch einen spannenden Zwischenfall entdeckt sie, dass sich durch das Zusammenwirken der verschiedenen Talente unter ihrem Dach neue Möglichkeiten ergeben, um das Leben im Alter finanziell angenehmer und vor allem auch spannender zu gestalten. Die neuen, gemeinsamen Unternehmungen der „pelzig“ angehauchten Wohngemeinschaft werden unter dem Deckmantel einer Wohltätigkeitsorganisation versteckt. Die Schwierigkeit: Neben der Allgemeinheit darf auch das Hausmädchen Lily nichts von den Pelz-Raubzügen dieser Senioren-Gang erfahren. Als die Polizei in der Stube der Bande auftaucht, droht alles aufzufliegen.

 

Viel Tempo und Witz

Diese Komödie lebt von der Spannung, den schnellen Dialogen und der Hektik, die entsteht, wenn die Diebstähle geplant und durchgeführt werden. Unter der Regie von Elmar Heinen gelingt es der Grengjer Theatertruppe trotz sehr kurzer Probezeit von knapp zwei Monaten, das Publikum in die aufregende Gaunerwelt der Pelzdiebe zu entführen. Meist führt der Humor in diesem Theaterstück eine feine Klinge und verzichtet mit wenigen Ausnahmen auf veritable Schenkelklopfer. Die passende Rollenverteilung sorgt für zusätzliche Lacher und Schmunzelmomente.

 

Rollenverteilung bestens gelungen

Ruth Zumthurm als Bandenboss Béatrice, André Blatter als Sprachgenie Klaus, Bruno Werlen als Chefstratege Oberst Albert, Larissa Werlen als Dienstmädchen Lily mit krimineller Vergangenheit, Sophie Schön als überdrehte Dame von Welt und Carol Kalbermatter als Ohnmacht gefährdete Mittäterin Lisa liefern eine sehr ausgeglichene, schauspielerische Leistung ab. Gerade in einem Stück mit fast gleichwertigen Rollen ist dies für eine kleine Dorfbühne eine grosse Leistung. «Es ist schön zu erleben, wie der Funke von der Bühne aufs Publikum überspringt», resümierte Regisseur Elmar Heinen. Weitere Aufführungen in Grengiols am 6., 7., 11. und 15. April.

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